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Feuerwehr

 
Die freiwillige Feuerwehr Montan



 
Unsere Mitglieder

1. HILBER MICHAEL
2. TSCHÖLL ANDREAS
3. ABRAHAM FLORIAN
4. AMORT AUGUST
5. AMORT GOTTFRIED
6. AMPLATZ JOHANNES
7. CIA KONRAD
8. CEOL GÜNTHER
9. DALVAI ANTON
10. DELVAI ROBERT
11. FACCHINELLI JÜRGEN
12. FRANZELIN FRANZ
13. FRANZELIN VIGIL
14. GIACOMEL ANDREAS
15. GIACOMEL HEINRICH
16. GOLDNER HUBERT
17. GUADAGNINI LORENZ
18. GUADAGNINI PAUL
19. MALOJER KARLHEINZ
20. PERNTER ALBERT
21. PFITSCHER AARON
22. PFITSCHER DIETER
23. PICHLER GEORG
24. PICHLER LAMBERT
25. RIZZOLLI HANSJÖRG
26. TERLETH HARALD
27. TERLETH ULRICH
28. UNTERHAUSER PETER
29. WEGSCHEIDER NORBERT
30. WEGSCHEIDER SIMON
31. WEGSCHEIDER WALTER


Die Freiwillige Feuerwehr Montan, von der Gründung bis in die erste Nachkriegszeit (1885 - 1925) Wie kam es zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Montan? Brände und Katastrophen gab es in alter Zeit wohl noch mehr als in der unseren. Auch früher halfen sich Menschen in der Not. Schon seit langem gab es in Tirol und Österreich eine gesetzliche Regelung für Brandfälle und Kommandant Michael HilberKatastrophen. Jeder Bürger hatte die Pflicht, sich helfend zur Verfügung zu stellen. Den Gemeinden oblag die Bereitstellung des Materials. Besonders den Handwerkern war die Löscharbeit anvertraut und die Bauern sollten mit ihren Fuhrwerken für die Beschaffung des nötigen Wassers sorgen. An Menschen hat es nie gefehlt, auch Opfergeist war vorhanden, wohl aber fehlte es vielfach an Ausrüstung und an einer richtig organisierten Leitung. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts erkannte man überall die wohltuende Kraft der Gemeinschaft. So entstanden in jenen Jahrzehnten viele gemeinnützige Vereine, wie z. B. die Musikkapellen, die ersten Turn- und Sportgruppen und schließlich auch die ersten freiwilligen Feuerwehren. Von Innsbruck ausgehend verbreiteten sich diese bald über das ganze Land. Seit den siebziger Jahren entstand ein ganzes Netz von Feuerwehren in unserem Land. Auch die aufstrebende Technik, z. B. neue Pumpmaschinen, machte eine geordnete Zusammenarbeit notwendig. Es ist erfreulich, dass unser Dorf sich dieser Entwicklung anschloss und schon im Jänner 1885 beschloss, eine eigene Feuerwehr zu gründen. Dazu brauchte es freilich weitblickende Männer, wie der damalige Gemeindearzt Dr. Josef Birnbacher, der sich unermüdlich für diese Idee einsetzte, ebenso der Reichsrat und langjährige Gemeindevorsteher Herr Emil v. Leys und Josef Wegscheider u. a. Am 25. Jänner 1885 wurde die konstituierende Versammlung abgehalten. An diese schloss sich sofort die erste Generalversammlung an. Dabei wurde Josef Wegscheider zum ersten Kommandanten gewählt. Es wurde auch gleich über die Statuten beschlossen, welche bereits am 26. März 1885 von der k. k. Statthalterei unter ZI. 1993 genehmigt wurden. Nun konnte die aktive Arbeit beginnen. An Begeisterung und Mitgliedern fehlte es nicht. Es waren schon bald bei 100 Wehrmänner.
Geschichte
Was der Feuerwehr zu schaffen machte, war der Mangel an Ausrüstung und an Geld. Mit äußerstem Opfergeist musste sich jeder seine Montur selbst beschaffen (die ärmeren auf Raten). Um so mehr wurde der Kameradschaftsgeist gepflegt und mit Begeisterung geübt, so dass schon bald in der Chronik stand, dass es eine Musterwehr war, die sich in der Umgebung sehen lassen konnte. Der Kommandant Josef Wegscheider setzte sich von Anfang an für eine gutausgerüstete Feuerwehr ein. Da die Mittel überall fehlten, kaufte er aus eigener Tasche eine vierrädrige Gebirgspumpe mit einer Wasserlieferung von 250 Liter in der Minute und stellte diese der Feuerwehr zur Verfügung. Noch heute ist diese Pumpe das Paradestück unserer Feuerwehr, wenn auch nur mehr als Museumsstück. Damit die Feuerwehr überall schnell einsatzfähig sein konnte, wurde in jeder Fraktion eine kleinere Tragspritze aufbewahrt. Im Jahre 1888 wurde ein weiterer für das Dorf wichtiger Beschluss gefasst: die bereits seit Jahren bestehende, aber schlecht organisierte Musikkapelle wurde in die Feuerwehr eingegliedert und erlebte so eine echte Wiedergeburt.
Von nun an rückten Feuerwehr und Musikkapelle zu allen größeren kirchlichen und weltlichen Festen aus. Ein Brauch, der sich in dankenswerter Weise bis heute erhielt. Ein schwerer Schlag war für die Feuerwehr der plötzliche Tod ihres großen Gönners und ersten Kommandanten Josef Wegscheider. Durch 22 Jahre hat er die Feuerwehr geleitet und mustergültig aufgebaut. Ihm gilt noch heute Dank und Anerkennung. Nun übernahm für kurze Zeit der bisherige stellvertretende Kommandant Emil von Leys die Führung der Feuerwehr. Aber schon sehr bald bat er, man möge ihn ablösen. Als langjähriger Gemeindevorsteher von Montan, Landtagsabgeordneter in Innsbruck und zeitweise auch Reichsrat in Wien blieb ihm leider kaum Zeit für die Feuerwehr. Zudem war er sehr häufig abwesend. Er schlug seinen Stellvertreter für die Leitung der Feuerwehr vor. So wurde 1909 Alois Amplatz zum Kommandanten gewählt. Die Feuerwehr erhielt in ihm einen tüchtigen und stets einsatzbereiten Hauptmann. Volle 16 Jahre blieb er in guten und schlechten Jahren an der Spitze der Feuerwehr. Noch 1909 regte er den Bau einer eigenen Gerätehalle an, begann noch im selben Jahr den Bau und konnte diesen bereits am 28. August 1910 zum 25jährigem Jubiläum der Wehr seiner Bestimmung übergeben. Die Einweihung der Halle und das Jubiläum wurden in gebührender Feierlichkeit begangen. Dieselbe Gerätehalle hat durch 75 Jahre der Feuerwehr gute Dienste erwiesen und kann jetzt durch die neue Feuerwehrhalle würdig ersetzt werden. Die Jahre bis zum Kriegsausbruch waren Glanzjahre der Feuerwehr. Der Mitgliedsstand stieg in dieser Zeit auf 113 Mann! Das Jahr 1914 brachte ein allmähliches Erlahmen der Tätigkeit. Viele Männer mussten in den Krieg ziehen. Die Gerätehalle wurde zeitweise vom Militär beschlagnahmt. Die Löschgeräte mussten im Stadel beim  Steffele" untergebracht werden. Zum Glück brachen in dieser Zeit kaum größere Brände aus. Gleich nach dem Krieg begann Kommandant Alois Amplatz wieder unverdrossen mit dem Aufbau einer schlagkräftigen Feuerwehr. Das war keine leichte Arbeit. Zu viele Männer kamen nicht mehr heim. Sie hatten ihr Leben auf dem Schlachtfeld geopfert. Andere waren inzwischen für den Löschdienst zu alt geworden. Mit den Verbliebenen wurde nun eifrig gearbeitet: man warb junge Kräfte an, brachte das Löschgerät wieder in Ordnung und ergänzte dieses mit neuem Material. Bis zum Jahre 1925 brachte es die Wehr wieder auf einen Stand von 107 Mann. Alles schien jetzt wieder in bester Ordnung, doch dieses Jahr wurde der Feuerwehr zum Verhängnis: der geschätzte Kommandant musste krankheitshalber um Ablöse bitten. In Anton Haas fand man zwar einen fähigen Nachfolger als Kommandanten, doch blieben diesem nur ein paar Monate, sich für die Feuerwehr einzusetzen. Die neuen italienischen Gesetze verlangten die Auflösung der Feuerwehr. Zwar durfte unter bestimmten Voraussetzungen wieder eine neue gegründet werden, doch war sie zahlenmäßig auf 27 Mann beschränkt und konnte nicht viel mehr als eine Notlösung sein. Dass man sich im Dorf und besonders bei der Feuerwehr selbst mit diesen Bestimmungen nicht anfreunden konnte, ist verständlich. Viele wollten sich nicht mehr für die  neue" Feuerwehr bewerben. Doch durfte das Dorf nicht ganz ohne Schutz bleiben. Noch Ende November 1925 wurde die dem Gesetz entsprechende Feuerwehr mit 27 Mann gebildet. Die schwierige Zeit der Überbrückung von 1925 bis 1945 Kommandant dieser zusammengeschrumpften 27-Mann-Feuerwehr wurde Ottilio von Fioresi. Leichtes Beginnen hatte er nicht. Mit diesen wenigen Mitgliedern versuchte er, für einen Ernstfall einigermaßen gerüstet zu sein. Schon im kommenden Jahr gab er die Führung an Josef Haas weiter, der bis 1951 an der Spitze der Feuerwehr blieb. Er versuchte in dieser politisch undurchschaubaren Zeit für das Dorf das Beste zu tun. Wie gut es war, wenigstens eine kleine Feuerwehr zu haben, zeigte sich schon bald: in diese Zeit fällt der große Waldbrand von Cislon (1925). Verschiedene Häuser in Glen (z. B. beim Rienznerhof, Alois Degasperi u. a.) und im Dorf gerieten in Brand. Die schlimmsten Brände waren wohl jener im Oktober 1934 beim  Schmiedl" und der Großbrand am 30. März 1935 im Zentrum beim  Haas", der für das ganze Dorf zur Gefahr wurde (siehe dazu den Augenzeugenbericht von Hanna Amplatz). Im Kriegsjahr 1940 erreichte die Feuerwehr ihren zahlenmäßigen Tiefstand:  sieben Mann". Drei Jahre später durfte sie wieder auf 27 Mann aufgebaut werden. Dass unter solchen Umständen keine großen Unternehmungen gestartet werden konnten, ist leicht verständlich. Trotzdem wurde in den Kriegsjahren ein Werk geschaffen, das später für die Gemeinde segensreich wurde: eine neue Wasserquelle wurde gefasst und die Wasserleitung für Glen, Pinzon und Montan-Dorf angelegt. Damit wurde die spätere Arbeit der Feuerwehr erst richtig wirksam.

Das Wiedererstarken der Freiwilligen Feuerwehr nach dem Krieg (1945 - 1985) Sobald der Zweite Weltkrieg beendet war und die Kriegsteilnehmer allmählich zurückkamen, konnte sich die Feuerwehr wieder erholen. Es waren ihr keine besonderen Beschränkungen mehr auferlegt und sie konnte im wahren Sinn des Wortes wieder Freiwillige Feuerwehr sein. Kommandant Josef Haas wurde in seinem Amt bestätigt. Dazu wurden wieder neue Mitglieder aufgenommen. Es wurde eifrig geübt und man war für kleine und größere Einsätze bereit. Die gesamte Mannschaft konnte neu eingekleidet werden. Sie wurde die Mannschaft in sechs Gruppen eingeteilt, um so schneller und wirksamer einsatzbereit zu sein. Das bewährte sich bei den Waldbränden und anderen Einsätzen, die notwendig wurden. Unter den verschiedenen Vorkommnissen dieser Zeit kann der Brand der Gemeindesäge genannt werden. In Gschnon und Kalditsch wurden Wasserleitungen errichtet. In dieser Zeit wurde fleißig geprobt. Der Verein stand wieder auf festen Füßen. Im Herbst 1951 trat Josef Haas als Kommandant zurück. 25 Jahre hat er umsichtig das Geschick der Feuerwehr geleitet. An seiner Stelle wurde sein Sohn Josef Haas zum Kommandanten gewählt. Er leitete die Feuerwehr in den nächsten 11 Jahren. In dieser Zeit Feuerwehrwesen in unserem Land vom Innenministerium auf die Region Trentino-Südtirol über. Neue Statuten wurden verpflichtend. Auch bei der Feuerwehr machte sich in diesen Jahren der wirtschaftliche Aufschwung bemerkbar. Es konnte mehr mit Geldern der öffentlichen Hand durchgeführt werden. In allen Fraktionen wurden neue Hydranten aufgestellt. Das Jahr 1956 ist in der Geschichte der hiesigen Feuerwehr von besonderer Bedeutung: mit Hilfe der Gemeinde konnte das erste motorisierte Fahrzeug, eine  Campagnola" angeschafft werden. Wenn dieses Fahrzeug auch noch Jahre hindurch mit der Gemeinde geteilt werden musste, war es doch eine gewaltige Errungenschaft. 1957 brannte beim March  Hof am Keller" das Haus und die Feuerwehr hatte genug zu tun. 1958 und 1960 gab es furchtbare Unwetter und Überschwemmungen. Da häuften sich die Einsätze innerhalb und außerhalb der Gemeinde. In kleinen und großen Nöten versuchte man zu helfen. 1962 gab es wieder einen Wechsel in der Leitung der Feuerwehr: der Enkel des ersten Kommandanten wurde an die Spitze gewählt, Willy Wegscheider. Unter seiner Führung machte die Feuerwehr den nächsten Schritt ins moderne Zeitalter: die erste Motorspritze konnte angekauft werden. Dadurch änderte sich vieles in der Art des Löschwesens. Man begann nun junge Feuerwehrmänner zu Schulungskursen zu schicken. Auch wurden immer mehr Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarswehren durchgeführt. Die Feuerwehr musste eben mit der Zeit Schritt halten. Man war bei Haus- und Waldbränden immer gleich zur Stelle und half, wo es nötig war. Wieder waren es Unwetter, die der Feuerwehr zu schaffen machte. Mit schwerem Herzen legte Willy Wegscheider 1968 die Leitung nieder. Vom Krieg her war seine Gesundheit wohl angegriffen. Als seinen Nachfolger wählte man Franz von Fioresi. Er stand der Feuerwehr 14 Jahre gewissenhaft vor. Die  Motorisierung" nahm immer mehr zu. Neben der  Campagnola" wurde ein  Landrover" sowie Atemschutzgeräte, Funkgeräte u. s. w. angeschafft. Die ganze Ausrüstung wurde der Zeit angepasst: das Ende der  Handspritzen" war endgültig gekommen. Kursbesuche wurden schon zur selbstverständlichen Ausbildung. Neben dem Grundausbildungskurs wurden immer mehr Spezialisierungskurse besucht. Neben den üblichen Übungen wurde nun auch für die Teilnahme an Wettbewerben geprobt. Auch eine gute Feuerwehr hat nie ausgelernt. Wohl ebenso wichtig wie Ausrüstung und Schulung ist der Zusammenhalt. Die echt menschliche Art des Kommandanten Franz v. Fioresi hat den Verein immer wieder zu guter Kameradschaft angehalten. Die Mannschaft wurde nicht nur zur Probe oder zum Einsatz geführt, sondern auch zum Fußballspiel, zum Ausflug; man traf sich kameradschaftlich zur Florianifeier oder zur gemütlichen Weihnachtsfeier. Auch wurden kameradschaftliche Beziehungen zur Freiwilligen Feuerwehr von Memmingen (Deutschland) gepflegt. Natürlich konnte die Mannschaft auch erfolgreich eingreifen, wenn es ernst wurde.
Die wichtigsten Einsätze dieser Zeit waren wohl der Säge-Brand beim Foppa, der Hausbrand beim Tomlhof und beim Klaus, die verschiedenen Busch- und Waldbrände. Die Feuerwehr von Montan half beim Brand nach der Gasexplosion in Auer, beim Magazinbrand vom Ranigler in Neumarkt oder bei der ESO in Salurn. Ebenso war man dabei, in Salurn die Überschwemmungsschäden zu beheben und den Menschen zu helfen. Im Jahre 1975 konnte die Feuerwehr ihr  90jähriges Jubiläum" feiern. Leider wurde damals die äußere Feier etwas verregnet, doch merkte man, wie sich die gesamte Mannschaft freute, bei der Feuerwehr zu sein. So sollte es immer sein. Im März 1976 stürzte die Seilbahn  Cavalese/Cermis" ab. Unter den Todesopfern waren auch sieben Jungfeuerwehrleute aus Oberösterreich, die sich zu jener Zeit im Ferienheim auf Castelfeder aufhielten. Dass die Montaner Feuerwehr ihren toten Kameraden ihr Mitgefühl zeigten und einen letzten Dienst erwiesen, war wohl selbstverständlich, und so begleiteten fünf Wehrmänner aus Montan die toten Feuerwehrkameraden bis zum Brenner. Ebenso war unsere Feuerwehr zur Stelle, als auf Castelfeder später ein Gedenkstein für diese Abgestürzten aufgestellt wurde. Nach 45-jähriger Mitgliedschaft und nach 14 Jahren Kommandantschaft zog sich Franz v. Fioresi von dieser schweren Aufgabe zurück. Nun wurde Josef Terleth zum Nachfolger gewählt. Unter seiner Leitung wurde der Wagenpark noch durch einen Volkswagenbus und einen Jeep ausgebaut. Die Ausrüstung der Mannschaft wurde laufend verbessert. Es wurde weiterhin auf gute Schulung geachtet und die Spezialisierungskurse gut beschickt. Leider entstanden in dieser Zeit einige Unstimmigkeiten zwischen Gemeindeverwaltung und Führungsspitze der Feuerwehr. Der Streit spitzte sich bei Bau des neuen Dorfzentrums und der Feuerwehrhalle weiter zu, und der Kommandant Terleth Josef sowie ein Teil des damaligen Ausschusses traten zurück und aus der Feuerwehr aus.

1985 - 2002
Im Mai 1985 wurde Michael Hilber zum neuen Kommandanten gewählt. Er war damals mit 24 Jahren einer der jüngsten in ganz Südtirol. Im August 85 feierte die Feuerwehr ihr 100jähriges Bestehen. Gleichzeitig konnte das neue Gerätehaus feierlich seiner Bestimmung übergeben werden. Nach 75 Jahren hatte das alte Gerätehaus ausgedient. Unter Teilnahme der Dorfbevölkerung, zahlreicher Ehrengäste aus dem In- und Ausland sowie Abordnungen des gesamten Bezirks wurde dieser doppelte Anlass gebührend gefeiert. Dazu wurde gemeinsam mit der Musikkapelle und Schützenkompanie ein großes Zeltfest auf dem alten Sportplatz organisiert. Der Aufgabenbereich der Feuerwehr hat sich nun im Zeitalter des technischen Fortschritts um einiges geändert. Der Feuerwehrdienst umfasst heute den gesamten Brandschutz und Katastrophenhilfsdienst und ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Zivilschutzes. Die Einsatzstatistik lässt erkennen, dass die Anzahl an Bränden rückläufig ist, jedoch die Einsätze technischer Natur - Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle, Chemieunfälle, u. ä. - ständig zunehmen. Um diesem Umstand gerecht zu werden, mussten neben der Ausbildung auch die Ausrüstung, wie Fahrzeuge und Geräte den neuen Anforderungen angepasst und erneuert werden. Mit dem Ankauf eines Tankwagens im Jahre 1991 als Ersatz der langbewährten Campagnola wurde eine neue Ära in der Brandbekämpfung der FF Montan eingeleitet. Dank großzügiger Unterstützung von Land Südtirol, Gemeinde und Bevölkerung sowie großen Einsatz der Feuerwehr konnte das damals 250 Millionen Lire teure Fahrzeug angekauft werden. Um für technische Einsätze, und insbesondere für die zunehmenden schweren Verkehrsunfälle auf der Fleimstalstraße gerüstet zu sein, wurde 1993 ein Rüstfahrzeug angekauft. Ausgerüstet mit hydraulischen Bergegeräten, Hebekissen, Atemschutzgeräten und Beleuchtungsanlagen stellte dieses Fahrzeug eine neue Herausforderung für die Mannschaft dar. Von nun an wurde die Fleimstalstraße bis San Lugano sowie das Berggebiet Truden - Aldein - Altrei in das Einsatzgebiet der FF Montan für schwere Verkehrsunfälle eingegliedert. Eine Neuheit stellt von nun an auch die Alarmierung der Feuerwehrmänner dar. Anstelle der Sirene wird eine Gruppe von Feuerwehrmännern mit Piepsern ausgestattet, sodass nur mehr bei Großeinsätzen die gesamte Mannschaft mittels Sirene alarmiert wird.
Ab dem Jahre 1980 wir die FF Montan durchschnittlich zu 35 Einsätzen pro Jahr gerufen. 1993 wurde die erste Jugendgruppe gegründet. Ziel der Jugendgruppe ist es, den Nachwuchs zu fördern, sowie Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Mittlerweile bildet die Jugendgruppe einen festen Bestandteil der Feuerwehr, wobei bereits jetzt eine beträchtliche Zahl der Aktiven aus der Jugendfeuerwehr kommt. 1998 wurde ein Kleinlöschfahrzeug, sowie eine neue Tragkraftspritze Typ  Rosenbauer", 1600 Liter angekauft. 2000 wurde ein weiteres Fahrzeug, Marke  Mercedes Sprinter" angekauft. Somit wurde innerhalb von 10 Jahren der gesamt Fuhrpark auf modernsten Stand gebracht. Auf Ausbildung, Schulung und Übung wird weiterhin großer Wert gelegt. Für jeden Feuerwehrmann sind mindestens 3 Lehrgänge von jeweils einer Woche an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian vorgeschrieben. Im Jahr 2000 gingen sämtliche Zuständigkeiten der Etsch vom Staat auf das Land Südtirol über. In diesem Zusammenhang wurden auch die zuständigen Einsatzabschnitte an der Etsch den Feuerwehren des Bezirkes Unterland von Branzoll bis Salurn neu übertragen. Neu dabei ist, dass auch die FF Montan bei Hochwasser für das ortgraphisch linke Etschufer von der Autobahn bis zum Lido Neumarkt den Kontrolldienst leistet. Auf den persönlichen Schutz und Ausrüstung wurde ebenfalls großer Wert gelegt. So wurde eine neue Einsatzuniform sowie ein neuer hitze- und feuersicherer Einsatzmantel angekauft. Das Gemeindegebiet von Montan blieb mit Ausnahme der Unwetterschäden im Herbst 2000 in den letzten 2 Jahrzehnten von großen Unwettern und Brandkatastrophen verschont. 30. März 1935: Montan in höchster Gefahr. Der Großbrand beim  Haas" (von einer Augenzeugin berichtet) Es war gegen 02.00 Uhr früh, als ich erwachte und gegenüber im Stadel vom  Haas" Feuer sah. Ich schrie und im Sprung waren wir alle auf den Beinen! Der Vater machte gleich Alarm. Die Glocken, wie es zur Zeit war, läuteten Sturm. Jeder wusste  es sturmt", wie man sagte. Anfangs war das Heu in Flammen. Wie wir dann vor das Haus gingen, brannte im Nu auch schon der ganze Dachstuhl lichterloh. Ringsum wurde es jetzt lebendig. Sofort trieb man das Vieh aus dem Stall, das sich dann auf dem Platz herumtrieb. Ein Stier, der dabei war, wollte über die Brücke zum Bäcker. Die Hennen konnten flattern, die Hasen kamen um. Die Feuerwehr war schon bald anmarschiert und tat ihr Möglichstes. Es ist ein Glück, dass sie zur Zeit bestand! Nun kamen die  Haas-Kinder" halb angezogen zu uns und suchten Schutz. Zu ihrem Schrecken konnten wir sie auch nicht aufnehmen. Wir mussten sie gleich fortschicken, da auch wir in Gefahr waren. Unsere Mutter war kränklich. Brigitte brachte sie gleich zur Familie Tiefenthaler in Sicherheit. In ihrer Aufregung nahm sie nur ein Federbett mit. Wir hatten vollauf zu tun. Da unser Keller ein Gewölbe besaß, brachte man vom brennenden Haus alles, was noch zu retten war: Lebensmittel u. dgl. Auch wir plünderten das Wichtigste in den Keller. In den Dachboden mussten wir zur Vorbeugung Wasser tragen. Es war ein furchtbarer, kalter Wind. Die Funken flogen nur so über die Dächer (bis zum Glenertal!) und rundherum musste jeder Wache halten, um die Gefahr zu bannen. Die Feuerwehrmänner froren. Sie kamen abwechselnd zu uns in die Küchen zu einem Trunk und um sich zu wärmen. Sie leisteten schwere Arbeit, sonst wären wir nicht ringsum verschont geblieben. Nur ihrem Einsatz war dies zu verdanken. Herr Pfarrer Dosser kam mit dem Allerheiligsten und segnete, um das Feuer zu bannen. Wie durch ein Wunder kamen wir Nachbarn alle mehr mit dem Schrecken und weniger mit Schaden davon. Niemand hat Hab und Gut verloren! Das Lebensmittelgeschäft  Haas" konnte beim  Löwenwirt" unterkommen. Die Familie Franz Haas quartierte sich beim Schraffl im Unterdorf ein, die Familie Toni Haas fand beim Wegscheider Unterkunft (wenigsten bis zum Herbst, weil dann die Carabinieri einzogen). Die Nachbarin, Frau Pernter, Hilber, flüchtet vor dem Feuer mit ihren Kindern hinters Haus in den Garten. Dabei hat sich das kleine Hansele wohl verkühlt und ist daran gestorben. Das waren die Folgen dieser grauenvollen Nacht! Bericht  Unwetter Herbst 2000" Ungewöhnlich starke und vor allem lang anhaltende Niederschläge haben im November 2000 für akute Hochwasser- und Murengefahr gesorgt. Bereits der gesamte Oktober war sehr regnerisch und brachte über 200 mm Niederschlag. Noch schlimmer wurde es im November mit beinahe 300 mm Niederschlag. Vom 1. Oktober bis 30. November gab es insgesamt 31 Regentage. Diese außergewöhnlich hohen Niederschläge mit 500 mm Niederschlag innerhalb von 2 Monaten (durchschnittlicher Jahresniederschlag 750 mm) sorgten in ganz Südtirol vor allem aber auch in unserem Gemeindegebiet für Überschwemmungen und Murenabgängen. Das gesamte Gemeindegebiet war mehr oder weniger davor betroffen. Am stärksten wurde das Glenertal, Glen und Hinterglen in Mitleidenschaft gezogen. Der Höhepunkt wurde am 16./17. November mit fast 70 mm Niederschlag erreicht. Die Feuerwehr leistete in diesen Tagen und Wochen über 1.000 Einsatzstunden und war Tag und Nacht im Einsatz. Unterstützt von zahlreichen Freiwilligen, vor allem aber durch den raschen Einsatz einiger Montaner Baufirmen mit LKW´s und Baggern konnte noch Schlimmeres vermieden werden. Durch die starken Niederschläge wurde auch das gesamte Einzugsgebiet der Quellfassung Müllerbachl (Trinkwasser für Glen, Montan und Pinzon) in Mitleidenschaft gezogen. Aus Sicherheitsgründen musste das ganze Reservoir Trink- und Löschwasser abgepumpt und in den darunter liegenden Trudnerbach mit Rohren zugeleitet werden. Um die Trink- und Löschwasserversorgung weiterhin zu gewährleisten, wurde über Nacht und unter schwierigen Bedingungen von der Feuerwehr und der Baufirma Josef Pichler eine neue Rohrleitung als Überbrückung des Reservoirs verlegt. Glücklicherweise wurden bei all diesen Einsätzen keine Personen verletzt. Die gesamten Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum infolge der tagelangen Niederschläge im Gemeindegebiet Montan wurde mit zirka 9 Milliarden Lire geschätzt. Übersicht über die wichtigsten Ereignisse dieses Unwetters: Straße Gschnon -Gsteigerhof: Absitzen des Straßenkörpers auf einer Länge von 10 lfm. Traktorweg Windisch (zugleich Wanderweg Nr. 4) in Glen: Der Straßenkörper ist auf einer Länge von zirka 20 lfm abgerutscht (Erdrutsch auf ca. 500 m2; Eigentümer Alois Ulm). Es ist dort das Quelleneinzugsgebiet des Burgegger- und Engadinerhofes. Hofstelle des Josef Corradini in Glen: Eine Stützmauer unterhalb des Stadels und des Hofraumes ist abgerutscht und der Stadel somit einsturzgefährdet. Die Hausbewohner wurden evakuiert. Die darunter liegende Straße Glen - Truden ist an dieser Stelle gesperrt, da die Gefahr besteht, dass die Mauern auf die Straße fallen. Wohnhaus des Josef Ludwig in Glen: Unterhalb des Wohnhauses sind zwei kleinere Anbrüche vorhanden. Alter Gschnonerweg in Glen: Der Straßenkörper ist auf einer Länge von 40 lfm abgerutscht (Überwasser des Wasserreservoirs der Gemeinde Auer). Die Straße ist nicht mehr befahrbar. Egghof (Eigentümer Paul Ludwig) in Glen: Unterhalb der Hofstelle ist das Weingut (Eigentümer Michael Ludwig) auf einer Länge von zirka 50 m abgesessen. Die Straße Montan - Glen war an dieser Stelle gesperrt. Haus Dallio (Eigentümer Norbert Dallio) in Glen: Abgang einer Mure unterhalb des Wohnhauses (Teil des Parkplatzes). Die Hausbewohner wurden evakuiert. Haus Weissensteiner (Eigentümer Anna Weissensteiner) in Glen: Abgang einer Mure unterhalb der Hausmauer und Einsturz der Stützmauer des Hofraumes. Die Hausbewohner wurden evakuiert. Garni Walter Abraham in Glen: Abrutschen des Parkplatzes samt Böschung und Bäume (50 m2) auf die darunter liegenden Häuser. Absitzen einer Böschung zwischen zwei Weingütern (50 lfm). Montan, Glen, Eigentum Giovanni Rossi: Abrutschen der Böschung und des Weingutes auf den darunterliegenden Traktorweg (100 m2). Zufahrtsweg Pinzon
- Hinterglen:
- Abgang einer bergseitigen Mure und Verschüttung des Zufahrtsweges oberhalb des Hauses Dallio und verschiedene Anbrüche. Der ganze Hang ist unstabil und abrutschgefährdet. (Eigentümer Anna Weissensteiner). Die Straße ist für den Verkehr gesperrt. Bahntrasse Montan - Glen:
- Absitzen des talseitigen Banketts auf einer Länge von 30 lfm auf das Eigentum des Georg Tengler
- Anbruch auf einer Wiese (50 m2) oberhalb der Bahntrasse Montan - Glen (Eigentum Gemeinde Montan) Montan, Örtlichkeit Friedhof: Abgang einer Mure im Weingut (Eigentümer Dieter Pfitscher)
- Fleimstalerstraße Auer, Örtlichkeit Castelfeder: Abgang einer bergseitigen Mure auf die Straße. Die Straße wird gesperrt. Montan, Bahntrasse,
- Tomblhhof: Abgang einer Mure (100 m2) unterhalb der Glener Straße auf die darunter liegende Bahntrasse und Pinzoner Straße. Zwei Häuser wurden evakuiert. Die Aurer Trinkwasserleitung, welche bereits bei der Rutschung vor drei Wochen beschädigt wurde, wurde verschüttet. Die Leitung durch einen Bypass vorübergehend überbrückt.
- Forststraße Kalditsch:
- Absitzen des talseitigen Banketts 20 m
- Absitzen der bergseitigen Zyklopenmauer 15 m
- Abgang einer talseitigen Mure, Breite 20 m, Länge 80 m Mitgliederliste 1.1.2002 Michael Hilber (Kommandant) Andreas Tschöll
(Kommandantstellvertreter) Amort Gottfried (Schriftführer) Dieter Pfitscher
(Kassier) Florian Abraham (Gerätewart) Harald Terleth (Ausschussmitglied) Karlheinz Malojer (Jugendbetreuer) Albert Pernter (Zugskommandant) Hansjörg Rizzolli (Zugskommandant) Vigil Franzelin (Zugskommandant) August Amort
(Gruppenkommandant) Andreas Giacomel (Gruppenkommandant) Karl Tschöll
(Gruppenkommandant) Ivan Aberham (Wehrmann) Johannes Amplatz (Wehrmann) Günther Ceol (Wehrmann) Anton Dalvai(Wehrmann) Robert Dalvai (Wehrmann) Jürgen Facchinelli (Wehrmann) Peter Foppa (Wehrmann) Franz Franzelin
(Wehrmann) Heinrich Giacomel (Wehrmann) Hubert Goldner (Wehrmann) Lorenz Guadagnini (Wehrmann) Paul Guadagnini (Wehrmann) Markus Haas (Wehrmann) Aaron Pfitscher (Wehrmann) Georg Pichler (Wehrmann) Lambert Pichler
(Wehrmann) Ulrich Terleth (Wehrmann) Peter Unterhauser (Wehrmann) Norbert Wegscheider (Wehrmann) Simon Wegscheider (Wehrmann) Walter Wegscheider
(Wehrmann) Armin Bernard (Jugendgruppe) Konrad Cia (Jugendgruppe) Michael Cia (Jugendgruppe) Diego Ciaghi (Jugendgruppe) Martin Ciaghi (Jugendgruppe) Daniel Favaro (Jugendgruppe) David Franzelin (Jugendgruppe) Hannes Franzelin
(Jugendgruppe) Peter Guadagnini (Jugendgruppe) Thomas Hilber (Jugendgruppe) Benjamin Monsorno (Jugendgruppe) Michael Nussbaumer (Jugendgruppe) Simon Pernter (Jugendgruppe) Thomas Probst (Jugendgruppe) Stefan Schrott
(Jugendgruppe) Alois Abraham (Wehrmann außer Dienst) Ernst Degasperi (Wehrmann außer Dienst) Leonhard Franzelin (Wehrmann außer Dienst) Giancarlo Gelmini (Wehrmann außer Dienst) Josef Haas (Wehrmann außer Dienst) Karl Hilber (Wehrmann außer Dienst)