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Naturerlebnisweg

Naturerlebnisweg Castelfeder

"Arkadien Tirols" nannten aus Griechenland heimkehrende Maler der Romantik den Hügel von Castelfeder: kahle, vom Eiszeitgletscher abgeschliffene Porphyrkuppen, dazwischen lauschige Mulden und Steppenrasen, weidendes Vieh, wucherndes Strauchwerk, morastige Tümpel, uralte geschneitelte Flaumeichen, rätselhafte Ruinen und die unglaubliche Lebensvielfalt der mediterranen Natur.


Trockenrasen
Der humusarme Boden wird im Sommer bis auf über 60°C erhitzt. Das Regenwasser fließt im steilen, felsigen Gelände rasch ab, und ebenso rasch verdunstet die Feuchtigkeit, wenn die Sonne wieder herunterbrennt. Um auf diesem extremen Standort zu überleben, haben daher die Typischen Pflanzen des Trockenrasens verschiedene Strategien entwickelt.
Die starke Behaarung mancher Pflanzen reflektiert die Sonnenstrahlen und schützt die Blätter vor Austrocknen durch den Wind. Andere schließen den gesamten Vergetationszyklus bis zur Samenreife gleichsam im Rekordtempo ab, noch bevor die Gluthitze des Sommers den Boden ausdörrt. Andere wiederum speichern Wasser reserven in fleischigen Blättern oder Zwiebeln.


Submediterraner Buschwald
Südtirol verdankt seinen landschaftlichen Reiz zu einem erheblichen Teil der vielfältigen Pflanzenwelt. Wenn wir von der Talsole zu den von Eis bedeckten Gipfeln aufsteigen, begegnen wir einem einzigartigen Aufeinanderfolgen von Lebensgemeinschaften, von submediterraner Vegetation bis zur arktischen Tundra. Besonders artenreich ist der wärmeliebende Buschwald, er bedeckt vor allem die Hänge des Etschtales - eine ausgesprochene "Wärmeoase" im Herzen der Alpen -, des unteren Vinschgaus und des Eisacktales bis Brixen.


Der Teich

Der Teich ist ein besonderer Lebensraum. Im Sommer wird das Wasser stark erwärmt, so dass der Sauerstoffgehalt abnimmt. Durch die Verdunstung sinkt der Wasserspiegel, wobei die Konzentration der gelösten Mineralsalze ansteigt. So können sich Wasserpflanzen (von den Mikroalgen bis zum Schilfröhricht) üppig entwickeln. Je nach Wassertiefe beobachten wir standorttypische Pflanzenarten, welche ihrerseits die Nahrungsgrundlage der Tierwelt darstellen.


Der Moor

Moore beherbergen als Bindeglied zwischen Wasser und Land eine vielfältige, hochspezialisierte Flora und Fauna. Niedermoore entstehen auf vernässten Böden oder durch sukzessive Verlandung von seichten Seen. Unter Luftabschluss wandeln sich die Pflanzenreste zu mächtigen Torfschichten, die als „Naturarchiv“ die Vegetation vergangener Jahrtausende konservieren. Torf kann sich zu 90 % seines Volumens mit Wasser vollsaugen. Er schützt deshalb vor Hochwasser und speichert Wasser für Trockenzeiten.

Hochmoore entwickeln sich in niederschlagsreichen Gebieten durch das Vertikalwachstum der Torfmoosbulte über den Grundwasserspiegel hinaus. Sie werden nur mehr von Regenwasser gespeist und versauern. In 1000 Jahren bildet sich ein Meter Torf.